Stürze im Alter – die unterschätzte Gefahr

Jedes Jahr stürzen in Deutschland über fünf Millionen Senioren. Oft mit schwerwiegenden Folgen – nicht nur durch den Sturz selbst, sondern vor allem durch zu späte Hilfe. Was Sie wissen sollten und wie Angehörige vorsorgen können.

Sicherheit im Alter beginnt mit Vorsorge

Warum Stürze so gefährlich sind

Ein Stolperer über die Teppichkante, ein Ausrutscher im Bad, ein Moment der Unachtsamkeit auf der Treppe – was für jüngere Menschen meist glimpflich ausgeht, kann im Alter schwerwiegende Konsequenzen haben.

5+ Mio.
Stürze bei Senioren in Deutschland pro Jahr

Laut Robert Koch-Institut sind Stürze die häufigste Unfallursache bei Menschen über 65 Jahren. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko weiter an: Bei den über 80-Jährigen stürzt statistisch gesehen jeder Dritte mindestens einmal im Jahr.

Die körperlichen Folgen sind oft gravierend: Knochenbrüche, insbesondere Oberschenkelhalsbrüche, gehören zu den häufigsten Verletzungen. Doch selbst vermeintlich harmlosere Stürze können Prellungen, Kopfverletzungen oder tiefe Verunsicherung hinterlassen.

Wussten Sie?

Ein Oberschenkelhalsbruch erfordert fast immer einen Krankenhausaufenthalt und eine Operation. Für viele Betroffene bedeutet dies einen Wendepunkt: Nur etwa die Hälfte erlangt danach ihre frühere Mobilität zurück.

Die stille Folge – wenn Hilfe zu spät kommt

Was viele nicht wissen: Die eigentliche Gefahr bei Stürzen im Alter liegt oft nicht nur in der Verletzung selbst, sondern in der Zeit danach – besonders wenn niemand in der Nähe ist.

Wer nach einem Sturz am Boden liegt und sich nicht selbst aufrichten kann, gerät schnell in eine bedrohliche Situation. Mediziner sprechen vom sogenannten „Long Lie" – dem langen Liegen nach einem Sturz.

Folgen des langen Liegens

Bereits nach einer Stunde am Boden können Unterkühlung, Dehydrierung und Druckstellen einsetzen. Nach mehreren Stunden steigt das Risiko für Lungenentzündung, Muskelabbau und psychische Traumatisierung drastisch an.

Studien zeigen: Wer länger als eine Stunde nach einem Sturz ohne Hilfe bleibt, hat ein deutlich erhöhtes Risiko für Komplikationen – selbst wenn der Sturz ursprünglich keine schwere Verletzung verursacht hat.

Das Tragische: Viele alleinlebende Senioren haben nach einem Sturz keine Möglichkeit, Hilfe zu rufen. Das Telefon liegt unerreichbar, die Kraft fehlt, die Stimme reicht nicht bis zu den Nachbarn.

Was Angehörige konkret tun können

Als Kind, Enkel oder fürsorglicher Verwandter fragen Sie sich vielleicht: Was kann ich tun, um meine Eltern oder Großeltern zu schützen? Die gute Nachricht: Es gibt einige wirksame Maßnahmen.

Checkliste für mehr Sicherheit

  • Stolperfallen beseitigen: Lose Teppiche, Kabel und Schwellen entfernen. Gute Beleuchtung sicherstellen.
  • Haltegriffe installieren: Besonders im Bad und auf Treppen geben Haltegriffe wichtigen Halt.
  • Regelmäßige Bewegung fördern: Gleichgewichtstraining und sanfte Gymnastik stärken die Stabilität.
  • Sehkraft und Medikamente prüfen: Regelmäßige Augenarztbesuche und Medikamentenchecks können Sturzrisiken senken.
  • Notruflösung einrichten: Ein Notrufsystem ermöglicht schnelles Reagieren, auch wenn niemand in der Nähe ist.

Schnelle Hilfe als entscheidender Faktor

Der wichtigste Schutzfaktor nach einem Sturz ist die Zeit bis zur Hilfe. Je schneller medizinische Versorgung oder Unterstützung eintrifft, desto geringer die Wahrscheinlichkeit von Folgeschäden.

Moderne Notruflösungen haben sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Längst sind sie nicht mehr an stationäre Geräte gebunden, die nur in der Wohnung funktionieren.

LUADA 2 Notrufuhr

Eine moderne Notrufuhr wie die LUADA 2 wird einfach am Handgelenk getragen – unauffällig, immer dabei. Bei einem Sturz kann per Knopfdruck oder automatischer Sturzerkennung Hilfe gerufen werden. Die Ortungsfunktion ermöglicht schnelles Auffinden, auch außerhalb der Wohnung.

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Das Besondere an tragbaren Notrufuhren: Sie begleiten den Träger überall hin – in den Garten, zum Einkaufen, bei Spaziergängen. Anders als klassische Hausnotrufsysteme funktionieren sie auch außerhalb der eigenen vier Wände.

Sicherheit, die nicht einschränkt

Für viele Senioren ist Unabhängigkeit ein hohes Gut. Die Vorstellung, auf Hilfe angewiesen zu sein oder ständig überwacht zu werden, fühlt sich einschränkend an.

Ein gutes Notrufsystem sollte daher dezent sein und sich in den Alltag integrieren – ohne das Gefühl zu geben, „alt" oder „hilfsbedürftig" zu sein. Eine Uhr am Handgelenk wirkt natürlich und wird oft bereitwilliger akzeptiert als auffällige Geräte.

„Meine Mutter trägt die Uhr jetzt jeden Tag. Sie sagt, sie fühlt sich damit sicherer – und wir als Familie können etwas ruhiger schlafen." – Thomas K., Angehöriger

Das Ziel ist nicht, Senioren einzuschränken, sondern ihnen im Gegenteil mehr Freiheit zu ermöglichen: Die Gewissheit, im Notfall nicht allein zu sein, gibt Mut für ein aktives Leben.

Fazit: Vorsorge kann Leben schützen

Stürze im Alter sind keine Kleinigkeit – aber sie müssen keine Katastrophe sein. Entscheidend ist, wie schnell Hilfe kommt. Wer vorsorgt, schützt nicht nur die Gesundheit, sondern bewahrt auch ein Stück Lebensqualität und Unabhängigkeit.

Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick:

  • Stürze sind die häufigste Unfallursache bei Senioren.
  • Langes Liegen nach einem Sturz erhöht das Komplikationsrisiko erheblich.
  • Stolperfallen beseitigen und Bewegung fördern kann Stürze vorbeugen.
  • Moderne Notrufuhren ermöglichen schnelle Hilfe – auch unterwegs.
  • Ein gutes Notrufsystem bedeutet mehr Sicherheit ohne Einschränkung der Freiheit.

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